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RAHMENMATERIALBERATUNG

Aluminium vs. Carbon: Was sind die Vor- und Nachteile?

Aluminium ist robust und günstig, Carbon leicht und teuer - das sind die gängigen Klischees, wenn es sich um das Material eines Fahrrad- oder E-Bike-Rahmens dreht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Wir erläutern die Fakten und zeigen die Unterschiede.


WAS BEDEUTET EIGENTLICH ALUMINIUM BEI BIKE UND E-BIKE?

Als Rahmenmaterial bei Bikes und E-Bikes kommt in der Regel Aluminium 6061 zum Einsatz. Hierbei handelt es sich nicht um reines Aluminium, sondern um eine Legierung mit 95 bis 98 Prozent Aluminium und anderen Stoffen wie Magnesium, Silizium, Chrom, Eisen, Kupfer, Zink und Titan.

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Was sind die Vorteile von Aluminiumrahmen?

Gemäß dem gängigen Klischee ist Aluminium günstig und robust - und das stimmt auch soweit. Im Vergleich mit Carbon ist der Aluminiumrahmen deutlich kostengünstiger herzustellen. Deshalb spart man beim Rahmen und kann dafür in der Regel auf Wunsch mehr in den Rest der Ausstattung investieren.

Was die Robustheit angeht, so gilt der Vergleich mit dem "bruchanfälligen" Carbon heute nicht mehr in der Form. Heutige Carbonrahmen sind hochentwickelt und extrem widerstandsfähig. Aber sollte es wirklich zu einem Schaden kommen, hat der Carbonrahmen nur noch Schrottwert. Der Aluminiumrahmen, der sich erst einmal verformt bevor er bricht, kann bei Bedarf sogar noch geschweißt werden. Deshalb gilt Aluminium gemeinhin als der solidere Baustoff.

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Für wen eignet sich ein Bike oder E-Bike mit Aluminiumrahmen?

Aluminium ist bei E-Bikes und im unteren und mittleren Bike-Preissegment immer noch das Rahmenmaterial Nummer eins. Der etwas niedrigere Preis sagt dabei jedoch nicht unbedingt etwas über die Qualität aus. Aluminiumrahmen sind grundsolide und je nach Herstellung auch steif, was für eine direkte Kraftübertragung sorgt. Fahrerinnen und Fahrer, die also auf das Maximum an Sportlichkeit, Steifigkeit und Optik verzichten können, sind mit einem Bike oder E-Bike mit Alurahmen bestens ausgestattet. Im direkten Vergleich bleibt so mehr Geld für wertige Komponenten.


Mehr als nur leicht: Der Carbonrahmen

Carbon ist in der Fahrrad- und E-Bike-Welt das High-End-Material - und das nicht ohne Grund. Seit den 1980er-Jahren wird der Werkstoff verwendet, dabei erreichen die heutigen Rahmen eine Qualität, die Schluss machen mit allen gängigen Mythen und in vielen Bereichen Vorteile bieten.

WAS IST EIGENTLICH CARBON?

Unter dem Baustoff Carbon versteht man im Grunde Fasermatten aus Kohlefaser-verstärktem Kunststoff. Diese unterscheiden sich durch verschiedene Fasertypen und Ausrichtungen, durch die Eigenschaft und Charakter des Rahmens beeinflusst werden können. Im Gegensatz zur Rohrbauweise bei Aluminiumrahmen werden Carbonrahmen heute zumeist im sogenannten Monocoque-Verfahren hergestellt. So können nicht nur fließende Formen hergestellt werden, der Rahmen wird gleichzeitig auch steifer und stabiler.

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Welche Vorteile bietet ein Carbonrahmen?

Teuer und bruchanfällig - das sind gängige Mythen, die sich um den Rahmen aus Carbon ranken. Was früher der Fall gewesen sein mag, ist heute längst Geschichte. Klar, im Vergleich zum Aluminiumrahmen ist der Preis aufgrund einer deutlich aufwändigeren Entwicklung und Produktion etwas höher. Doch die Vorteile sind ebenfalls offensichtlich.

Ein Carbonrahmen ist in der Regel deutlich leichter und steifer. Das wirkt sich auf die Performance des Bikes oder E-Bikes aus und das Ergebnis ist in Regel eine direktere Kraftübertragung. Gleichzeitig können die Fahreigenschaften durch das Lay-Up und den Einsatz von verschiedenen Fasertypen sehr genau festgelegt werden.

Ein weiterer Vorteil kommt besonders bei E-Mountainbikes oder E-Bikes generell zum Tragen: Durch die Möglichkeit, fließende Formen zu kreieren, können Motoren und Akkus noch exakter und formschöner integriert werden. Dazu sind moderne Carbonrahmen extrem bruchfest und müssen in dieser Hinsicht den Vergleich mit Aluminium längst nicht mehr scheuen. Selbst im harten Enduro- und Downhill-Bereich sind Fahrer wie der deutsche Meister Christian Textor ausnahmslos auf BULLS Bikes mit Carbonrahmen unterwegs.

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Für wen eignet sich ein Fahrrad oder E-Bike mit Carbonrahmen?

Wer den etwas höheren Preis nicht scheut, der bekommt ein Bike oder E-Bike, was jede Menge Steifigkeit, Stabilität, geringes Gewicht und eine super Optik verbindet. Das macht sie zur ersten Wahl für Performance-orientierte Fahrer. Kein Wunder, dass Rahmen und andere Bauteile aus Carbon extrem gefragt und in vielen Bereichen heute "state of the art" sind.

Wer ein Bike für den Wettkampfeinsatz sucht, der kommt um Carbon im Grunde kaum noch herum. Aber auch Fahrerinnen und Fahrer, die neben einer erhöhten Performance besonderen Wert auf Ästhetik legen, kommen bei einem modernen Carbonrahmen voll auf ihre Kosten. Fehlende Schweißnähte und fließende Formen machen Mountainbikes, Rennrädern und vor allem E-Bikes zu echten optischen Highlights.


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Aluminium und Carbon im direkten Vergleich:

  • Aluminiumrahmen sind in der Regel deutlich günstiger
  • nach einem Schaden kann ein Aluminiumrahmen weiter genutzt oder repariert werden
  • Rahmen aus Carbon sind in der Regel leichter
  • der Vortrieb bei Bikes und E-Bikes mit Carbonrahmen ist besser
  • Carbonrahmen können in Sachen Steifigkeit und Komfort punktgenau entwickelt werden
  • im Monocoque-Verfahren gefertigte Carbonrahmen zeigen keine Schweißnähte wie die typischen Aluminiumrahmen
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RAHMENGRÖßENBERATUNG

Die richtige Rahmengröße ist die Grundlage für Komfort, Leistungsfähigkeit und dauerhaften Fahrspaß

Über unsere Größenempfehlungen finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Faktoren und Maße, die Einfluss auf die Rahmengeometrie und am Ende auf die Sitzposition und das gesamte Fahrerlebnis haben. Die Angaben in der Tabelle sind Richtwerte. Je nach Körperbau kann die individuelle Rahmengröße abweichen. 

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