Inside Team BULLS | Die Heim WM

Team BULLS

Die Mountainbike Marathon Weltmeisterschaft gastiert nach 7 Jahren wieder in Deutschland. Ein echtes Heimspiel für unsere fünf Team BULLS Profis. Besonders für Tim Böhme, denn die „Heim-WM“ findet in seiner Geburtsstadt Singen am Hohentwiel statt. Was die BULLS Profis am 25. Juni in Singen erwartet, wie sie sich für die Weltmeisterschaft vorbereiteten, welche Ziele sie sich stecken und mit welchem Equipment sie am Start stehen, erfahrt ihr in einer weiteren Folge von INSIDE TEAM BULLS.

Die Strecke macht die Taktik

In Singen erwartet das internationale Fahrerfeld eine 49 Kilometer lange Runde, gespickt mit 18 knackigen Anstiegen die sich auf 1.400 Höhenmeter summieren. Die WM-Runde führt vom Rathausplatz in Singen einmal über fast alle Vulkanberge des Hegaus und wird von den Profis zweimal gefahren. Das Terrain ist schnell und als wenig technisch einzuordnen, was zu einem, für ein Mountainbike Rennen eher untypisch, hohen Schnitt führen wird. So werden die Spitzenfahrer mit annähernd 30 Km/h durch den Hegau rasen und die 95 Kilometer mit 2.400 Höhenmetern in gut drei Stunden hinter sich bringen.

Ein schnelles Rennen erfordert auch eine besondere Taktik. So spielen Windschatten, Attacken und taktische Spielereien eine größere Rolle, als beispielsweise bei einem Alpenmarathon mit langen, gleichmäßigen Anstiegen. „Ich erwarte ein brutal, schnelles Rennen von Kilometer eins an. Die ersten schweren 15 Kilometern werden für die WM entscheidend sein, wer hier nicht in einer guten Gruppe ist, hat wohl kaum noch Chancen nach vorne zu kommen. Das Rennen kann zu einer Lotterie werden, denn um in eine gute Gruppe zu kommen, braucht es nicht nur Können, sondern auch Glück.“ Weiß Tim die Strecke einzuschätzen, die er in- und auswendig kennt. Da auf diesem Kurs bereits mehrfach ein Worldseries Marathon, zwei Deutsche Meisterschaften und zwei Europameisterschaften stattgefunden haben, wissen die BULLS Profis was auf sie zukommt und haben ihre Vorbereitung dementsprechend gestaltet. 

Die sportlichen Vorbereitungen der BULLS Profis

Alle fünf BULLS Profis haben sich individuell auf die WM vorbereitet und mit ihren bewährten Trainingsformen gearbeitet. So wählte Team Kapitän Karl Platt seinen klassischen Aufbau: erst setzte er mit vielen „überlangen“ Einheiten von bis zu 300 Kilometern die nötige Basis, danach fuhr Karl Straßenkriterien für die nötige Wettkampfhärte


Auch Tim Böhme hielt sich viel auf der Straße auf. Mit seinem Trainingskollegen, John Degenkolb, bereitet er sich im gemeinsamen Trainingslager auf die WM in Singen vor. „Das hat von Timing her wunderbar gepasst. John hat sich auf die Tour de France vorbereitet und ich mich auf die WM.“ So Tim zu den gemeinsamen harten Trainingseinheiten, teilweise hinter dem Roller.

Motortraining


Den Weg ins Gelände wählt Simon Stiebjahn der sich bei der Alpen Tour Trophy über vier Tage die nötige Rennhärte holte. Mit einem Auftaktsieg auf der ersten Etappe, hat er schon mal eine erste Duftmarke gesetzt.

Simon Stiebjahn Alpentour 2017

Der Schweizer Meister, Urs Huber, lässt sich dagegen nicht aus der Ruhe bringen, er vertraut seiner soliden Trainingsmethodik, die ihn schon öfters in Richtung Medaillen bei einer WM gebracht hat.

(Artikel Tipp: Erfahrt mehr über Urs Trainingsstil in seiner Homestory im BULLS MAGAZIN)

Den weitesten Weg der Vorbereitung hat Jungster Martin Frey auf sich genommen. Er trainierte mit der deutschen Cross Country Nationalmannschaft in Höhenlage im italienischen Livigno. Von dort wird Martin erst wieder kurz vor der WM, mit viel Höhenluft im Blut, nach Singen reisen.

Die Chancen der BULLS Profis

Dem Edelmetall am nächsten sind bisher Tim Böhme (2011) und Urs Huber (2014) gekommen. Beide mussten sich damals leider mit der „Holzmedaille“ des vierten Platzes zufriedengeben. Somit wird es Zeit eine Medaille nach Köln zu holen. Allerdings sind gerade bei diesem Kurs die Prognosen nicht so leicht. Tim Böhme bringt mit Sicherheit einen gewaltigen Heimvorteil mit, keiner kennt die Strecke so gut wie er. Mit sieben Siegen beim Hegau-Bike-Marathon, dem vierten Platz bei der EM 2013 und einem dritten Platz beim Worldseries Rennen hat er schon oft bewiesen, dass in Singen mit ihm zu rechnen ist. Für Urs Huber ist der WM Kurs nicht gebaut, dennoch kann er auch in diesem Terrain erfolgreich sein. Ein knapper zweiter Platz beim Worldseries Rennen und der sechste Platz bei der EM, unterstreichen, dass er auch in Singen zum engeren Kreis der Titelanwärter gehört.
Eher etwas unter dem Radar läuft Simon Stiebjahn. Er is bisher in Singen aus verschiedensten Gründen sportlich nicht in Erscheinung getreten. Dies ist jedoch kein Grund ihn nicht auf die Rechnung für die WM zu nehmen. Besonders für „BULLS´s Young Gun“ Simon Stiebjahn ist der WM Kurs optimal zugeschnitten. Mit seiner Qualität von Spritzigkeit und Ausdauern, kommt er gut mit dem ständigen Tempowechsel zurecht. Seine Cross-Country Vergangenheit wird ihm zudem zugutekommen. Aus dem jetzigen Stand der Dinge, ist Simon vielleicht der heißeste Kandidat des BULLS Teams für eine Medaille!?

(Artikel Tipp: Lest dazu auch passend die Homestory von Simon)

Karl Platt hat zwar jedes Jahr mit einem „Juni-Loch“ zu kämpfen und verfügt in diesem Zeitraum nicht über seine 100%ige Leistungsfähigkeit. Aber bis jetzt hat er alles darangesetzt, das „Juni-Loch“ für die WM zu umfahren. Wir dürfen gespannt sein, was der BULLS Kapitän für die WM auf die Strecke zaubert und versuchen wird an den Erfolg von 2008 anzuknüpfen, als er auf dem Kurs deutscher Marathon Meister wurde..

Er ist zwar der jüngste in der BULLS Equipe, aber das heißt noch lange nicht, dass er sich bei der WM hintanstellen wird. Martin Frey kommt aus dem schnellen Mountainbike Cross Country und verfügt damit über alle sportlichen Fähigkeiten die es auf diesem Kurs braucht. Auch die Rennlänge von „nur“ drei Stunden, dürfte ihm eher in die Karten spielen.

Das WM-BULLS-Bike

Da das Team BULLS bei der WM auf eine schnelle Strecke mit vielen knackigen Anstiegen trifft, ist die Wahl des Bikes recht schnell getroffen. Die Athleten setzten bei der Heim-Weltmeisterschaft auf die Vorzüge des Hardtails: Black Adder Team DI2. „Das Bike ist wie gemacht für den WM-Kurs! Leicht, steif bei Antritten und durch die „federnden“ Sitzstreben bringt es zudem wichtigen Komfort bei holprigen Wiesenpassagen.“ So Karl Platt, der bei der Entwicklung des Black Adder Team maßgeblich beteiligt war. Obwohl es ein schnelles Rennen wird und ausschließlich auf dem großen Kettenblatt gefahren wird, verzichten die Teamfahrer nicht auf ihre beiden Kettenblätter und stehen wie bei allen Rennen mit einer zweifachen Übersetzung am Start. Auch bei den Reifen gehen die Profis keine Kompromisse ein und setzten auf die bewährte Bereifung von Schwalbe mit dem Rocket Ron 2.1 oder 2.25. „Die Rollwerte des Rocket Ron sind einfach gut und in den Abfahrten geben sie die nötige Sicherheit, auch wenn man mal kurz über das Limit geht.“ stellt Urs Huber klar, der über alle Rennen ausschließlich mit dieser Bereifung unterwegs ist.

So werden die BULLS Profis mit einem „Serien-Bike“ am Start der Weltmeisterschaft stehen und euch zeigen, was mit einem BULLS Bike alles möglich ist.

Mehr zum Black Adder Team DI2 gibt´s bei uns im SHOP


Wie auch beim Cape Epic, dem „Project Zebra“, ist auch bei der Heim-WM wieder unser Kamera Team dabei und versorgt euch mit persönlichen Eindrücken rund um die Weltmeisterschaft.

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