Homestory Simon Stiebjahn

Team BULLS

Simon Stiebjahn – Privat

Gegensätze ziehen sich an. Simon Stiebjahn, genannt „Stiebi“, vereint sie auf sympathische Art und Weise. Der BULLS Profi aus dem Herzen des Schwarzwaldes kam als Nachwuchsfahrer 2009 zum Team BULLS, seither haftet an ihm das Klischee des „Youngsters“. Doch er hat längst auf internationaler Bühne bewiesen, dass er mit seinen 27 Jahren zu den gestandenen Rennfahrern gehört. Hinter seiner „spielerischen“ Art, steckt knallharte Arbeit. Obwohl er noch bei seiner Familie lebt, liebt er das „Vagabundenleben“. Ein interessanter Mensch und Sportler, den wir euch gerne einmal genauer vorstellen wollen.

Verwurzelt im Schwarzwald, offen für die Welt.

Aufgewachsen in der Nähe von Titisee-Neustadt, lebt Simon Stiebjahn bis heute gemeinsam mit seiner Mutter in einem kleinen verschlafenen Seitental des Schwarzwaldes. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Zweifelsfrei, hier ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest wenn man: Idylle, Tradition, Gemeinschaft, unberührte Natur … als „Ordnung“ bezeichnet. Wo andere, ab 60+, Urlaub machen, lebt und trainiert Simon den größten Teil des Jahres. In dem anderen Teil, ist er in der Weltgeschichte unterwegs. Wer aufmerksam seine Facebook-Seite liest, dem fällt auf, dass Simon überall auf der Welt herumturnt und auch mitunter mal das komplette Frühjahr in Südafrika verweilt. Man könnte es als ein Ausreißen vermuten, doch so ist es nicht. Simon ist mit seiner Heimat, dem Schwarzwald, verwurzelt. Nicht einmal das 30 Kilometer entfernte Freiburg mit seinem weltoffenen Lebensstil konnte ihn locken. „Warum auch?! Ich liebe und lebe meinen Sport und hier in Langenordnach habe ich alles was ich dafür brauche: Berge, Täler, Trails und im Winter kann ich sogar von meiner Haustüre aus zum Ski-Langlaufen starten. Was will ich mehr?!“ beschreibt Simon Stiebjahn das Bild seiner Heimat. „Das Wetter könnte manchmal besser sein.“ Muss er dann doch zugeben, da es auf dem Dach des Schwarzwaldes hin und wieder recht ungemütlich werden kann.

Gewachsen an Platt, Sahm und Böhme

Seinen sportlichen Erfolg hat er jedoch nicht nur den Trainingsbedingungen des Schwarzwaldes zu verdanken, auch wenn diese ihn zu einem absoluten „Schlechtwetterfahrer“ gemacht haben. „Bei 5° und Regen, hängt mich keiner ab!“ so Simon über sein spezielles Talent.

Als ihn 2009 Team Manager Friedemann Schmude in die Kölner Equipe holte, ging für Simon ein Traum in Erfüllung. Zum einen bekam er als Nachwuchsfahrer ein professionelles Umfeld, zum Anderen die Perspektive, ins Profi-Team übernommen zu werden. Das motivierte ihn und 2012 war es dann soweit. Von da an stand er an der Seite des Team BULLS Kapitäns Karl Platt, zu dem er immer schon aufschaute und sich in den Jahren auch so einiges abschaute. „Natürlich war es toll für mich und gerade als „Youngster“ war es cool beim „Platt“ im Team zu sein. Ich bin ich super glücklich und dankbar darüber die Chance bekommen zu haben an der Seite jedes einzelnen im Team zu wachsen.“ So Simon im Rückblick. Von da an nahm ihn sein damaliger Teamkollege Stefan Sahm an seine Seite und baute ihn Schritt für Schritt weiter auf. Insbesondere beim Start des Cape Epics 2013, wurde Stefan sein Wegbereiter für die kommenden internationalen Erfolge. Schon 2014 zahlte sich die Schule für das Team BULLS beim Cape Epic aus. Gemeinsam mit Tim Böhme holte er den 3. Gesamtplatz, sein bis dato größter Erfolg. Tim übernahm damit den Staffelstab und setzt bis heute fort, was Stefan begonnen hatte. „Ich habe den beiden so einiges zu verdanken. Stefan war wie ein großer Bruder für mich, er hat mich langsam an das internationale Metier herangeführt. Tim war da schon fordernder und hat mich direkt in die Pflicht genommen. Sein Spruch vor dem Start des Cape Epics 2014 habe ich bis heute in den Ohren: „Wir sind hier nicht das stärkste Team, aber wir können das cleverste sein!“ Der Spruch zeigte Wirkung, das Ergebnis ist bekannt.

Der Rennfahrer-Typ: Smartheit trifft auf Wagemut

Allein schon durch das Alter, (Tim Böhme 34, Stefan Sahm 41 und Karl Platt 39 Jahre), haben wir es bei Simon mit einer jüngeren Generation von Sportler zu tun. Was diese junge Generation und insbesondere auch Simon auszeichnet, ist sein Kampfgeist und Wagemut im Renngeschehen. Kämpfen, um jeden Platz, attackieren, wo es sich anbietet und wenn möglich, das Rennen mit einem „Husarenritt“ gewinnen. Da hat Simon in der abgeklärten Schule seiner älteren Team BULLS Kollegen sicherlich einiges gelernt.

Um es in den Worten des Team BULLS Kapitäns Karl Platt zu sagen: „Der hat richtig dicke Eier!“ und meint damit nicht nur seine Angriffslust im Rennen, sondern auch seine Motivation. „Der ist halt einfach heiß auf Rennen fahren, das merkt man.“ ergänzt sein langjähriger Teampartner Tim Böhme.

(ARTIKEL TIPP: INSIDE TEAM BULLS: Über die Team Konstellationen von Karl & Urs wie auch Tim & Simon.)

Die Zukunft des MTB-Sport mitgestalten

Alle nötigen sportlichen Fähigkeiten bringt Simon mit, so dass wir wohl auch in Zukunft von ihm als Bike-Profi hören werden. Dass er die Zukunft seines Mountainbike Sports nicht nur auf, sondern auch abseits der Strecke gestalten will, zeigt Simon in einigen Projekten, die er angestoßen hat. Als Vorstand seines Heimatvereins RSV Hochschwarzwald ist er für die Organisation des Bundesliga Rennens in Titisee-Neustadt maßgeblich verantwortlich. Auch bringt er sich im Tourismusverband Hochschwarzwald für die Förderung des Bike Sports in der Region ein. Neben dem Sport ist er bei „Sauser Events“ tätig um seine Kompetenz im Eventmanagement zu verbessern. Beispielsweise gehöhrt die Streckenplanung des Rothaus Bike Giro zu seiner Aufgabe.  Hier erkennt man das Muster des Leistungssportlers wieder… immer besser werden wollen.

Typus: perfekter Schwiegersohn

So ein Spitzensportler der nebenbei ein Fernstudium zum „Internationalen Sportmanagement“ absolviert, der weltgewandt und heimatliebend ist, sportlich und smart, diese sympathische, freche Mischung, kann wohl nur mitten im Schwarzwald gedeihen. Das ist der Typ „perfekter Schwiegersohn“.

Simon, vielen Dank für den spannenden Einblick! Bleib dir treu.

 

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(ARTIKEL TIPP: Die Homestory über Urs Huber)