Von der Idee zum Bike: Die Produktentwickler von BULLS

BULLS News


Pünktlich zu den Fahrradmessen wie der ZEG-BIKE-Show und der Eurobike spült es eine Schar von Neuentwicklungen auf den Zweiradmarkt . Die 2018er Modelle stecken voller Innovationskraft, Kreativität im Design, Geschick in der Verarbeitung und Intelligenz beim Materialeinsatz. Doch wo und wie entstehen diese Innovationen Jahr für Jahr? Ein Besuch bei der BULLS Produktentwicklung in Köln zeigt dir, wie bei uns ein Bike entsteht. Entwicklungsleiter Hendrik Gehring stellt dir sein Team vor und gibt dir einen exklusiven Einblick in seine tägliche Arbeit bei BULLS.

Hendrik Gehring: Abteilungsleiter des BULLS Entwicklungscenters

Hendrik Gehring: Abteilungsleiter des BULLS Entwicklungscenters

 “Große Entwicklungen bedürfen Teamarbeit“

Wie stellt man sich so eine Entwicklungsabteilung bei einer innovativen Bikemarke eigentlich vor? Ein stylisches Großraumbüro, hinter jedem Mac sitzt ein Entwickler, der an der nächsten Fahrradrevolution tüftelt und statt Mittagspause trifft sich das Team für einen „Lunchride“ auf den neuen Modellen? Fast! Mit Ausnahme des Lunchrides ist dieses Bild recht stimmig. Allerdings tüfteln die Entwickler in Köln nicht für sich. Hinter einer Neuentwicklung steckt schon lange nicht mehr nur ein kluger Kopf, sondern gleich viele Köpfe. „Man muss das „Rad“ nicht jedes Mal aufs Neue erfinden. Und eben auch nicht alleine. Ein gutes Ergebnis verlangt nach Spezialisten jeder Anforderung. Darüber verfügen wir bei BULLS und das ist das, was uns von vielen Mitbewerbern abhebt“, ergänzt der „Head of Development“ bei BULLS, Hendrik Gehring, das Bild seiner Entwicklungsabteilung. Soll heißen, auch wenn der Gedanke romantisch klingt, dass ein Entwickler einem Rad seinen persönlichen Stempel aufdrückt, ist das in der heutigen Zeit schlichtweg nicht mehr möglich. Die Anforderungen, die an ein Rad gestellt werden, können nur im Team bewältigt werden. Das Team ist ein Erfolgsgarant bei BULLS. Das stellen wir euch im Folgenden vor, zusammen mit dem Entstehungsprozess eines Bikes.

Es beginnt mit einem kreativen Prozess

„Man muss in Rad denken“, so Hendriks kurze Antwort auf die Frage, was einen erfolgreichen Produktmanager, Designer und Ingenieur in der Bikebranche ausmacht. Konkret gibt er zu verstehen, dass das Rad, bildlich gesprochen, nie stillsteht. Es kommen in Köln täglich neue Ideen auf den Tisch, wie Bikes aller Art verbessert werden können und was die nächste Innovation sein könnte. „Das in „Rad denken“ hört nie auf, es ist Passion. Selbst auf der Feierabendrunde denkt man darüber nach, was besser sein könnte. Und es könnte immer etwas besser sein. Am nächsten Morgen im Büro packt man es dann an“, so Hendrik über seinen Beruf. Das nennt man Leidenschaft. Genau diese Leidenschaft braucht es auch als Bike-Entwickler in einer lebendigen Branche, in der jedes Jahr aufs Neue Innovationen von den Kunden gefordert werden.

BULLS steht für Innovation

Diese Leidenschaft, in „Rad zu denken“, hat bereits zu vielen überzeugenden Innovationen geführt: 2010 zum Beispiel hat BULLS als einer der ersten Hersteller konsequent auf 29er Laufräder gesetzt und die Mountainbikes für diese technischen Anforderungen angefertigt. Auch beim Thema Gravelbikes gehört BULLS zu den Pionieren, die den Trend frühzeitig erkannt und das Thema für sich entdeckt haben. (Lest dazu den Artikel zu den BULLS Gravelbikes und dem Konzept hinter den Grinder-Modelle.) Verwunderlich ist es demzufolge nicht, das BULLS zu den führenden E-Bikeherstellern weltweit gehört und die E-Bike-Trends maßgeblich mitbestimmt. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, auch jenseits von Fahrrädern, wie beispielsweise die innovative Halterungsfunktion „MonkeyLink“ für Lichter & Co zeigt, die kürzlich erst ihre Markteinführung feierte.

Konzeption, Berechnung, Design, Ausstattung…

Eine neue Produktentwicklung geht durch viele Hände bis es das Entwicklungszentrum in Köln verlässt. Wenn eine Idee erfolgsversprechend klingt, geht dir Arbeit los und die ersten Schritte werden am „Reißbrett“ skizziert. Dabei stellt sich das Team die klassischen W-Fragen. „Wer profitiert davon, wie lässt sich das am praktikabelsten darstellen, was ist zu tun…“ Danach entsteht ein erstes Computer-Modell. In diesem agilen Management-Prozess sind bereits mehrere Produktentwickler beteiligt.

Nehmen wir als Beispiel das E-Bike, das zu den komplexesten Arten von modernen Fahrrädern zählt. Dort sieht der Prozess wie folgt aus: Aus Akku und Motor wird ein Unterrohr als „Power Unit“ gebildet. Damit ist das Herzstück des Bikes geboren. Parallel dazu beginnt an anderer Stelle ein Ingenieur mit der Entwicklung von Geometrie und Kinematik und der Produktdesigner arbeitet am Rahmenset. Zwei Schreibtische nebenan wird das „Finish“ entworfen und das Design mit Lack und Grafik erstellt. Im Prinzip kann man sich den Prozess wie einen großen Baukasten vorstellen, in dem jeder sein „Bestes Stück“ beiträgt. Damit steht der „Torso“ des Bikes und kann bestückt werden. Auch das gehört zum Betätigungsfeld der Entwickler. Sie müssen für jedes Rad und Einsatztypen die passenden Komponenten finden. Sobald alle Prozesse abgeschlossen sind, wird das Bike für den ersten Praxistest freigegeben.

Konstruktion und Tests laufen Hand in Hand


Über allen Spezifikationen steht im BULLS-Entwicklungscenter der Leitsatz der „ganzheitlichen Entwicklung“. „Am Ende geht es nicht um die Qualität der Einzelteile. Es geht um ein Gesamtprodukt, das Emotionen und Fahrspaß erzeugen soll.“ so Hendrik Gehring. „Denn darum geht es doch beim Radfahren: Dem Kunden eine Innovation oder Verbesserung zu bieten, die ein Mehr an Fahrspaß bereitet. Dies setzt voraus, dass die Produkte perfekt das Haus verlassen.“ Deshalb wird Qualitätsmanagement bei BULLS großgeschrieben und die Produkte werden sowohl vom Ingenieurteam als auch oft von den Team BULLS Profis ausgiebig getestet. Das Team BULLS hat vor allem bei den Top-Modellen durch Karl Platt eine beratende Rolle. Sein Feedback vom „Feld“ ist für das BULLS Entwicklungsteam goldwert.

Stefan Sahm - ehemaliger BULLS Profi

Stefan Sahm - ehemaliger BULLS Profi & Teil des Entwicklungsteams

Um dieses Knowhow noch intensiver von der Rennstrecke zum Produkt zu bringen, haben die Produktentwickler den ehemaligen BULLS Profi Stefan Sahm nach Köln geholt. Seit 2016 ist er Teil des Entwicklungsteams und bringt seine Expertise auch über die sportiven Räder hinaus in die Entwicklung ein. „Stefan bringt einen Schatz an Praxiswissen mit. Da macht ihm einfach keiner was vor und davon profitieren natürlich unsere Räder“, lobt Hendrik den Zugang von Stefan Sahm aus dem Team BULLS.

So wird von vielen Seiten Power in den Entwicklungsprozess gesteckt. Es wird geprüft, getestet und nachgebessert bis alle beteiligten Parteien zufrieden sind. Erst dann verlässt die „Blaupause“ Köln und macht sich auf die lange Reise in die Produktionsstätte nach Fernost.

Die Produktion

Wenn wir bei dem Bild des Körpers bleiben, dann sitzt der Kopf in Köln und die Handwerkskammer in Fernost. Daraus macht BULLS kein Geheimnis, im Gegenteil. Die Produktion von Fahrrädern ist handarbeitsintensiv, weshalb die Lohnkosten einen großen Teil des Radpreises ausmachen. Keine der nennenswerten Radmarken produziert daher in Deutschland. Deshalb pflegt BULLS eine langjährige und sehr kompetente Produktionspartnerschaft mit einem Hersteller mit Hauptsitz in Vietnam. Dort wird in einer beeindruckenden Fabrik, von der Rahmenfertigung über die Lackierung bis hin zur Montage alles aus einer Hand gefertigt.

Wer der Produktion in Fernost den Billigstempel aufdrückt, verkennt, dass es dort genau wie in Europa, viele Länder mit einer großen „Fahrradkultur“ gibt. „Wir sehen uns gerne elitär und halten „Made in Germany“ für das Qualitätssiegel überhaupt, aber eigentlich müssen wir im Zuge der Globalisierung offen dafür sein, dass andere etwas besser können. Da sind wir schon wieder bei einer Art Teamwork! Natürlich wissen wir besser, was unser Markt braucht. Darum ist „Developed in Germany“ weiter wichtig, aber um auch die Qualität bei großen Mengen an Rädern gewährleisten zu können, ist uns „Made in Fernost“ voraus“, wissen Hendrik und sein Team aus eigener Erfahrung zu berichten. Schließlich sind sie mehrmals im Jahr bei der Produktion vor Ort.

Wie das Bike den Weg zu euch findet

Sobald aus Köln grünes Licht kommt, läuft die Produktion in Fernost an und die Räder werden quasi in einem Rutsch fabriziert. Danach verbringen die Bikes ca. sechs Wochen auf dem Schiff und werden direkt nach Köln ins BULLS Zentrallager geliefert. Von dort bekommen BULLS Händler in ganz Europa ihre Bikes.

So schreibt euer BULLS Bike eine kleine Geschichte, an der viele Hände und Köpfe beteiligt waren. Damit ihr seht, wer alles an der Entwicklung eurer BULLS Bikes beteiligt war, stellen wir euch das BULLS-Entwicklungs-Team kurz vor.

Johannes-Koch

Johannes Koch

Produkt Manager BULLS

Jennifer-Weinert

Jennifer Weinert

Produkt Managerin City/Trekking Bikes

Giovanni-Minacapelli

Giovanni Minacapelli

Produkt Manager E-Bike

Daniel-Plath

Daniel Plath

Ingenieur für Rahmen und Fahrwerk

Clara-Oefner

Clara Oefner

Ingenieurin

Patrick-Morbitzer

Patrick Morbitzer

Ingenieur

Kolja-Oppel

Kolja Oppel

Projekt Manager

Ben-Makrane

Ben Makrane

Ingenieur

Manuel-Benchico

Manuel Benchico

Chef-Grafikdesigner

Frederik-Janssen

Frederik Janssen

Grafikdesigner - Urbane Bikes sowie City/Trekking

Daniel-Weber

Daniel Weber

Grafikdesigner - sportive Bikes