Team TOUR powered by BULLS

2016 geht das Team TOUR powered by BULLS erneut an den Start. Ausgewählt aus fast 600 Lesern von Europas Rennrad-Magazin Nummer eins haben sich zwölf Fahrer einen der begehrten Plätze im Team gesichert.

Auch in diesem Jahr folgt Mitte März beim Besuch in der ZEG-Zentrale in Köln bereits das erste Highlight der Saison: Als Arbeitsgerät erhält jedes Team-Mitglied sein individuell aufgebautes BULLS Alpine Hawk Team Di2 mit elektronischer Shimano Dura Ace Di2-Gruppe und den genauso innovativen wie effektiven hydraulischen Scheibenbremsen.

Kilometer sammeln

Auch in diesem Jahr ist das Ziel der ambitionierten Hobby-Fahrer um Teamchef Uwe Geißler, bei den Jedermann-Rennen der Saison so viele Event-Kilometer wie möglich zu fahren. Letztes Jahr wurde die 40.000 Kilometermarke geknackt. Ob es dieses Jahr gelingt … wir sind gespannt! Mit einer bunten Mischung aus langjährigen Rennrad-Sportlern, Einsteigern und dem Support von BULLS geht das Team TOUR die Herausforderung 2016 an. Auf Mallorca werden auch in diesem Jahr die ersten gemeinsamen Kilometer gesammelt.

Das Team Bike


DIE ZWÖLF AUSERWÄHLTEN


In Zusammenarbeit mit der Zeitschrift TOUR wählte BULLS folgende Leser aus über 600 Bewerbern aus.

Wladimir Wessels


„Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.“ (Albert Einstein)

Alter: 36
Beruf: Holztechniker/Tischlermeister
Wohnort: Barmstedt

Radfahren begann für mich ganz zweckmäßig zur Fortbewegung. Ich bin in Bremen aufgewachsen und dort kommt man mit dem Rad überall hin. Fahrradfahren bedeutete für mich also Freiheit und Unabhängigkeit. Ob zur Schule, zum Segelverein oder zur nächsten Party: einfach rauf aufs Rad und los. Ich hatte ein Gazelle Hollandrad mit 3-Gang Schaltung, Stangen-Trommelbremsen und Brooks-Federsattel. Das sah schäbig aus, wog sicher 20 Kilo, lief aber wie ein Uhrwerk. Damit fuhr ich in meiner ganzen Jugend sicher fast täglich Rad. Eigentlich war das Segeln mein Sport. Flach über das Wasser zu rasen und die Grenzen der Naturgewalten von Wind und Wasser auszureizen, war meine Passion. Für Studium und Beruf musste ich das leider aufgeben.

Meine Suche nach einer Alternative brachte mich über viele Sportarten aufs Rennrad. Mit 25 Jahren hatte ich meinen ersten Renner. Ein gebrauchtes Winora mit 105 Golden Arrow, 14-Gang-Rahmenschaltung und 42/52 Biopace Kettenblättern. Natürlich musste ich damit auch in die Alpen. Ein Ersatz fürs Segeln war gefunden. So riss ich in meiner ersten Saison circa 2.000 Kilometer damit ab, um mir dann 2007 mein erstes neues Rennrad zuzulegen. Leider stand das neue Rad nach zwei guten Rennrad-Jahren dann doch erst mal in der Ecke.

Der Berufseinstieg raubte mir die Zeit und es gab erfreulicherweise auch Familienzuwachs. Als ich das Rad 2012 dann verkaufen wollte, ermunterte mich meine Frau, mir doch die Zeit für dieses mir eigentlich so wichtige Hobby zu nehmen. Wir waren gerade aus Heidelberg nach Schleswig-Holstein gezogen. Beim örtlichen Radladen bekam ich den Hinweis auf eine Rennradgruppe. Bald trainierte ich dort mit. Es folgten 24-Stunden-Rennen in Nortorf, Cyclassics in Hamburg und Radmarathons wie in Bimbach ExtremHoch2 oder die Transalp 2014. So radele ich mittlerweile jährlich über 5.000 Kilometer mit Vereinskollegen bei vielen tollen Veranstaltungen mit. Nun brenne ich auf eine spannende und ereignisreiche Saison mit der super Ausrüstung und Vorbereitung auf Mallorca und freue mich darauf, mit dem Team TOUR 2016 durchzustarten.

Philipp Schwarzl


"Auch der längste Anstieg ist irgendwann vorbei."

Alter: 24
Beruf: Student Bauingenieurwesen
Wohnort: Eggendorf, Österreich

Schon von Kindesbeinen an war Sport ein wichtiger Teil in meinen Leben. Zunächst war Fußball die große Leidenschaft. Doch nach Auflösung der Jugendmannschaft mussten Alternativen her. Schnell fiel die Entscheidung auf den Laufsport. Durch einige mehrtätige Radtouren mit meinen Eltern und durch die faszinierenden Bilder von Tour de France, Paris Roubaix, Flèche Wallonne etc. war auch die Leidenschaft für den Radsport gefunden.

Nach einigen recht erfolgreichen Jahren im Duathlonsport meldete ich mich letztes Jahr beim Ötztaler Radmarathon an. Zunächst sollte es ein Versuch sein, dieses einmalige Rennen zu finishen und war als Saisonabschluss gedacht. Doch entwickelte sich der Ötztaler aufgrund einer abermaligen langwierigen Laufverletzung zu meinem absoluten Saisonhighlight.

Dieses Rennen entfachte in mir förmlich die Leidenschaft für Radmarathons und lange Radrennen, dauerten meine bisherigen Rennen höchstens zwei Stunden. Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers, lange Pässe mit dem Rad zu erklimmen und wie man mit Training die Grenze des Machbaren verschieben kann, ist für mich einfach unheimlich faszinierend. In den nächsten Saison bin ich stolzes Mitglied des Team TOUR powered by Bull. In diesem Sinne freue ich mich wahnsinnig, gemeinsam mit den Teammitgliedern neue Herausforderungen zu meistern und einmalige Eindrücke zu sammeln.

Christian Matthias Brandt


"Teamwork makes the dream work."

Alter: 24
Beruf: Medizinstudent
Wohnort: Freiburg

Von jeher sportbegeistert, habe ich von Fußball bis Fechten alles durch. Das Fahrrad jedoch war lange nur Mittel der Fortbewegung – von A nach B. Eine erste Ausnahme hiervon begann, als meine Eltern mir meinen ersten Tacho schenkten und zur Motivation für jeden Kilometer das Urlaubstaschengeld erhöhten. Bestechung?

Es funktionierte jedenfalls. So gut, dass sie die finanzielle Belohnung bald wieder einstellten. Und ich damit mein Radfahren. Die zweite Karriere hatte wieder ganz praktische Gründe: Da das Hundeausführen zu öde wurde, strampelte ich mit dem Stadtrad und Getier im Schlepptau die Hänge hoch. Kurze Zeit später nannte ich ein Mountainbike mein Eigen. Ich liebe es nach wie vor, mich breitbereift durch den Wald zu wühlen. Bald aber erwachte der Wunsch, schnell und elegant auch auf der Straße mitzumischen. Ein roter Alurenner ist seitdem das neue Glück. Erst nur am Hausberg, doch dann packten mich Leidenschaft und Liebe.

Mit Touren über die Alpen, ans Mittelmeer, rund um Sizilien. Mit hartem Training und ersten Rennen. Und jedes Mal, wenn ich im Sattel sitze, beginnt der Kurzurlaub. Meine Umgebung aus eigener Kraft zu erfahren und neu kennenzulernen, die Perspektive zu wechseln, das ist der Reiz. Unzählige Rennerfahrungen? Zehntausend Kilometer pro Jahr? TOUR-Transalp-Erfahrung? Nein. Aber ein phantastisches Etappenrennen beim Rothaus Riderman 2015 hat etwas ausgelöst – Zeit dies zu ändern! Und hierfür sind dank der neuen Ausrüstung durch unsere Sponsoren, dem Schwarzwald als Trainingsparadies vor der Haustür und dem ersten durchtrainierten Winter auf der Straße wahrlich die besten Voraussetzungen gegeben.

Aber allem Ehrgeiz zum Trotz: Wirklich Spaß macht es erst gemeinsam. Und deshalb freue ich mich riesig, Teil des Team TOUR powered by Bulls zu sein. Ein Team mit Fahrern aus vielerlei Orten, mit unterschiedlichster Erfahrung und jeden Alters. Wie im Kleinen in einer Verfolgergruppe im Rennen, nur jetzt im Großen und für eine ganze Saison. Was könnte spannender sein!

Thomas Welters


"Was einen guten Radfahrer ausmacht, ist die Fähigkeit, sich selbst in Grund und Boden zu fahren"

Alter: 25
Beruf: Beamter
Wohnort: Hachenburg

Zum Radfahren bin ich im Alter von 13 Jahren gekommen. Ich kaufte mein erstes Rennrad, trat in den heimischen Radsportverein ein und bestritt die ersten Straßenrennen in der Lizenzklasse der U15. Schon nach kurzer Zeit nahm ich auch an Mountainbike-Rennen teil und blieb dieser Disziplin mit großer Leidenschaft für weitere vier Jahre treu. Im Laufe der Zeit wechselte ich von Mountainbike-Rennen zu Mountainbike-Marathons, bis es mich letztlich wieder aufs Rennrad verschlug. Die Distanzen wurden größer, die Berge höher, die Marathons schwerer. Ich entdeckte eine völlig neue Leidenschaft, die mich bis heute nicht losgelassen hat. Ob heimische Marathons oder die Frühjahrsklassiker in Belgien, je länger, desto besser. Auch 24-Stunden-Rennen im Team oder als Einzelfahrer sind im Programm.

Wer kennt es nicht, sich bei Wind und Wetter auf langen Distanzen zu schinden, sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Aktivität zu stellen, aber schließlich doch überglücklich und zufrieden vom Rad zu steigen. Das klingt wahrscheinlich verrückt – vielleicht ist es das auch – aber genau das ist es, was den Radsport ausmacht.

Was gibt es Schöneres, als auf zwei Rädern in den Tag hinein zu fahren und bei absoluter Stille – abgesehen vom Surren der Kette – dem Sonnenaufgang entgegen zu radeln? Radfahren macht süchtig – aber vor allem glücklich!
Auf geht’s in ein neues Jahr. Dank professioneller Betreuung und Profimaterial wird es mit Sicherheit zusammen mit dem Team TOUR eine spannende und unvergessliche Saison. In diesem Sinne: Kette rechts!

Patrick Schwenk


"Shut up legs!" (Jens Voigt)

Alter: 26
Beruf: Beamter bei der Bundeswehr
Wohnort: Schorndorf

Schwimmen, Radfahren, Laufen. Das ist Triathlon, der Sport, der vor rund acht Jahren meine Begeisterung für Ausdauersport entfesselte. Die persönlichen Grenzen kennenzulernen und diese regelmäßig zu überschreiten. Das ist das, was mich besonders an diesem Sport begeistert. Zum Radfahren, meiner stärksten Disziplin, hatte ich jedoch von Anfang an eine ganz besondere Beziehung.

Bereits 2010 startete ich daher zum ersten Mal beim Albextrem, dem bekanntesten Radmarathon in meiner Region. Aus dem Radfahren entwickelte sich meine Leidenschaft. Dabei zählt stets die Devise: Je mehr Berge und Steigungen, umso besser! So konnte mich selbst die 300-Kilometer-Strecke beim Albextrem im vergangenen Jahr mit ihren knapp 5.400 Höhenmetern nicht ausbremsen.

Auch wenn Triathlon ein sehr erfüllender Sport ist, so musste ich in der vergangenen Saison folgendes feststellen: Den Pendelweg zu meiner 30 Kilometer entfernten Arbeit nehme ich überwiegend mit dem Rad auf mich. Meine Jahreskilometer auf dem Rad haben die für mich bis dato magischen 10.000 Kilometer überschritten. Ich drücke mich weitestgehend vor dem Lauftraining. Meine Triathlon-Kollegen wollen nicht mehr mit mir radfahren, weil es ihnen mit mir zu anstrengend ist. Radfahren, meine Passion, hat mich komplett in den Bann gezogen.

Was liegt daher nach einer solchen Saison näher, als sich beim Team TOUR zu bewerben. Gemeinsam mit mindestens genauso Radsport-begeisterten Teamkollegen in einem professionell betreuten Team – und als Saisonhighlight ein einwöchiges Etappenrennen durch die Alpen bestreiten zu können: Das ist der Traum für jeden ambitionierten Radfahrer. Aus diesem Grund freue ich mich riesig auf die kommende Saison, in der ich mit einem tollen Team einfach nur radfahren kann.

Bianca Somavilla


"Keep on riding, keep on smiling"

Alter: 28
Beruf: Produkt Managerin
Wohnort: Fulpmes, Österreich

„Nimm mit mir beim Mondsee-5-Seen-Radmarathon teil, das wird dir gefallen. Wir fahren jedoch die lange Distanz über 200 Kilometer“, sagte mein bester Freund vor fünf Jahren, als ich ausschließlich mit dem Mountainbike in den Tiroler Bergen unterwegs war. So investierte ich mein erstes Gehalt nach dem Studium in ein Rennrad, sammelte ein paar Trainingskilometer rund um Wien und zwei Monate später fuhren wir gemeinsam bei strömendem Regen meinen ersten Radmarathon.

Unser Ziel: die Distanz und Höhenmeter als Team zu bewältigen. Mein Ergebnis: Die Leidenschaft zum Rennradfahren ist seit diesem Tag unersättlich. Die Freude fürs Mountainbike ist mir trotz Rennradeln geblieben und so ergänze ich mein Ausdauertraining mit dem Rennrad sehr gerne mit Downhillen oder schönen Singletrails in den Alpen. Mein Wohnort im Stubaital in Tirol ist der perfekte Ausgangspunkt für Trainingsfahrten.

In der letzten Saison intensivierte ich mein Training auf der Straße, da ich das Ziel hatte, an Radrundfahrten und Marathons mit Distanzen über 200 Kilometern teilzunehmen. Ein Highlight der letzten Saison war der Marathon im Tannheimer Tal, bei dem ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht im Ziel auf meinen besten Freund – der mich ja vor einigen Jahren zum Rennradeln brachte – wartete und mich sehr über meinen Erfolg über die lange Distanz freute.

Konditionelle Basis und große Motivation sind vorhanden und meine Ziele für diese Saison sind gesteckt. Ich bin sehr glücklich darüber, Teil eines ambitionierten Teams zu sein, mit dem ich meine Begeisterung zum Radsport teile. Voller positiver Erwartungen blicke ich einer langen und hoffentlich auch erfolgreichen Saison 2016 entgegen, welche nicht zuletzt mit vielen unvergesslichen Erlebnissen und Momenten mit meinen KollegInnen aus dem Team TOUR gespickt sein wird.

Cristina Dähler


"Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren"

Alter: 33
Beruf: Kauffrau in Bergsportschule
Wohnort: Konolfingen, Schweiz

Es war mein Bruder, der mich im Sommer 2001 in ein Bikelager seines Vereins mitschleppte. Mit meinem alten Schulbike mit drei Zentimetern Federweg und Körbchenpedalen versuchte ich, am Hinterrad der Jungs zu bleiben. Kaum war die Bikewoche vorbei, kaufte ich mir mit meinem Erspartem ein Fully und war von nun an jede freie Minute auf den Trails im Basler Jura unterwegs.

Schon bald habe ich gemerkt, dass meine Stärke im Downhill liegt. Ich liebte das Adrenalin und die technischen Abfahrten mit Hindernissen und Sprüngen. Bereits in meiner ersten Wettkampfsaison 2006 durfte ich im Downhill tolle Erfolge feiern. Nach einer schweren Schulterverletzung im Herbst 2006 war für mich Velofahren für acht Monate tabu. Nach der Verletzungspause verkaufte ich mein Downhillbike und fuhr von nun an nur noch Bikemarathons.
Irgendwann war nur Mountainbiken nicht mehr genug und ich kaufte mir ein Rennvelo, fing mit Schwimmen und Inlinen an und absolvierte mehrmals den Gigathlon in der Schweiz im Couple.

Wieder war es im Jahr 2013 mein Bruder, der mich mit seinem Sieg bei der Tortour Challenge über 520 Kilometer inspirierte. Ich war fasziniert von diesem Anlass und wollte unbedingt auch einmal teilnehmen. Von da an wurde das Rennvelo zu meinem Lieblingsvelo.

Im August 2014 war es dann bereits so weit und ich absolvierte zusammen mit einer Freundin die 520 Kilometer im Zweierteam. Die Emotionen und Gefühle, als wir damals in Schaffhausen gemeinsam über die Ziellinie fuhren, haben alle Strapazen vergessen lassen und in mir neue Feuer für weitere Abenteuer entfacht. Im Sommer 2015 konnte ich erfolgreich die Platinrunde des Alpenbrevets finishen. Nun freue ich mich extrem, in der kommenden Saison das erste Mal mit einer professionellen Betreuung inklusive Trainingslager im Süden, super Material, netten Teamgspändli und mit einem tollen Betreuerstab im Rücken diverse Abenteuer in Angriff zu nehmen.

Lothar Czaja


"Stehend bergauf – strahlend bergab – kämpfend im Wind"

Alter: 38
Beruf: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an Universität
Wohnort: Erlangen-Nürnberg

Meine sportliche „Karriere“ begann vor mehr als 20 Jahren, als ich – damals noch als Jugendlicher – regelmäßiges Radfahren zur Optimierung meines äußerlichen Erscheinungsbilds für mich entdeckte. Im gleichen Maße wie die Kilos purzelten, steigerte ich die zurückgelegten Distanzen auf meinem Mountainbike und begann auch bald darauf die Laufschuhe zu schnüren. Nachdem ich von Kindesbeinen an auch ein leidlich guter Schwimmer war, trainierte ich praktisch wie ein Triathlet. Meine Trainingsumfänge waren damals durchaus ambitioniert, insbesondere was das Laufen betraf. Sie führten allerdings auch dazu, dass ich in der Folgezeit immer größere gesundheitliche Probleme mit meinen Kniegelenken bekam. Nachdem ich es anfänglich lange Zeit nicht wahrhaben wollte, wurde mir irgendwann aber immer klarer, dass ich eine Alternative zum teilweise recht exzessiv betriebenen Laufsport für mich finden musste.

Die Alternative fand sich relativ schnell in Gestalt eines Rennrads. Die unglaubliche Faszination, die von einem solchen Fahrrad und insbesondere von dem Fahren eines solchen auf Effizienz und Geschwindigkeit getrimmten Sportgeräts sowohl auf einer einsamen Trainingsrunde als auch gemeinsam in der Gruppe während eines Rennens ausgeht, hat auch mich – quasi über Nacht – erfasst und hält bis heute ungebrochen an. Meine ersten Jahre auf dem Rennrad führten mich auf ungezählten Runden durch die schönsten Landschaften meiner Heimat – von der Fränkischen Alb über den Steigerwald bis hin zur Hersbrucker Schweiz.

Mit wachsender Lebenskilometerleistung erweiterte ich sukzessive auch meinen geographischen Trainingshorizont und entdeckte bald auch die Alpen, die ich bislang nur vom Skifahren her kannte, als ein für mich noch völlig unerschlossenes Rennradrevier. Meine Leidenschaft für das Pässefahren wurde geweckt, als ich – in Vorbereitung auf meine erste Teilnahme an der TOUR Transalp im Jahr 2007 – mit der Großglockner-Hochalpenstraße erstmals einen „richtigen Berg“ befuhr und, erschöpft, aber überglücklich, das Hochtor auf der Traumstraße der Ostalpen erreichte. Seitdem findet man auch meinen Namen in regelmäßigen Abständen in den Starterlisten der einschlägigen Alpenradmarathons.

Für die uns im Team TOUR powered by BULLS gebotene Chance, die kommende Saison zu einem unvergesslichen Höhepunkt im Leben eines Hobbyradsportlers zu machen, möchte ich mich schon heute bei allen Verantwortlichen, Unterstützern und Förderern, der Zeitschrift TOUR sowie natürlich bei allen Sponsoren aufs Herzlichste bedanken! Ich bin sehr glücklich darüber, in den kommenden Wochen und Monaten für das Team TOUR powered by BULLS starten zu dürfen und werde – vermutlich aus zweiter Reihe aus einer Position irgendwo zwischen Edelhelfer und Wasserträger – vom Renngeschehen der Jedermannszene berichten.

Vanessa Willmann


"Mit Köpfchen fahren!"

Alter: 42
Beruf: Dipl. Wirtschafts-Informatiker
Wohnort: Voerde

„Kaufen Sie sich ein Fahrrad“, sagte der Orthopäde an der Uniklinik in Tübingen. Damit sollte ich durch gezielten Muskelaufbau meine Kniegelenke unterstützen und so schmerzfrei werden. Da alle meine Freunde zu dieser Zeit Mountainbike fuhren, kaufte ich mir 2006 mein erstes MTB und meine Leidenschaft war sofort geweckt. Es macht mir riesig Spaß, draußen an der frischen Luft zu sein, und ich bekomme meinen Kopf frei. Mein erstes Radsportevent war ein Rennen über zehn Kilometer und circa 200 Höhenmeter. Danach folgten eine Bike-Transalp von Garmisch nach Arco und mehrere Marathon-Teilnahmen. Da ich schon seit meiner Kindheit von einem Rennrad träumte, erfüllte ich mir Ende 2010 diesen Traum und kaufte mein erstes Rennrad.

Mitte April 2012 wurde ich angesprochen, ob ich nicht spontan als Partnerin in einem Damenteam bei der TOUR Transalp einspringen möchte. Ich hatte eine Woche Bedenkzeit. Bis dahin war ich noch nie mit meinem Renner in den Alpen gewesen oder hatte an einem Rennrad-Marathon teilgenommen. Aber ich hab‘s getan! Ich trainierte acht Wochen so gut und so oft ich konnte und bereute meine Entscheidung nicht. Es war ein tolles Erlebnis – wir waren zwar nicht die Schnellsten, hatten aber viel Spaß, sind unfallfrei in Arco angekommen und ich hatte das erste Mal das Glücksgefühl im Ziel, von dem ich bis dahin nur gehört hatte. Spätestens da war ich dann auch Rennrad-infiziert.

„Mit Köpfchen fahren!“ ist mein Motto. Ich teile mir jede Strecke im Kopf in kleine Häppchen ein. Dank dieser Methode schaffte ich dann auch meinen ersten 200er, den Josef-Oster-Radmarathon, bin viele Radmarathons im Ausland gefahren, habe beim Granfondo La Campionissimo den Mortirolo bezwungen. Außerdem kämpfte ich mich beim Super Giro Dolomiti 2014 bei 40 Grad über die lange Strecke und bezwang im Rahmen des Peakbreaks die Drei Zinnen. Die Krönung der Radsaison 2015 war mein erster Ötztaler. Radfahren in den Bergen macht mich einfach glücklich. Das Verrückteste, was ich bis jetzt gefahren bin, war der Pacemaker-Berlin-Radmarathon, Deutschlands längste Friedensdemo. Im geschlossenen Verband in drei Tagen von Heilbronn nach Berlin über 640 Kilometer. Wir fuhren mit Polizeieskorte bis vor das Kanzleramt. Gänsehautfeeling pur.

Wie ich das alles neben einem Vollzeitjob schaffe? Ich fahre so oft wie möglich mit dem Rad zur Arbeit, 30 Kilometer einfache Strecke, und baue je nach Verfassung auch gerne mal einen Umweg auf dem Heimweg ein.
Ich freue mich riesig mit dem Team TOUR die Saison 2016 fahren zu können, mich einmal wie ein Profi fühlen zu dürfen. Ohne die tolle Unterstützung der TOUR Redaktion und der Sponsoren wäre das nicht möglich. Knieprobleme habe ich übrigens keine mehr.

Nicola Stöhr


"It’s never too late!"

Alter: 49
Beruf: Sales Mitarbeiterin
Wohnort: Trebur-Astheim

Ein wunderschönes Geschenk, das seit Mai 2014 mein Leben bereichert. Danke Ingo! Plötzlich, völlig unerwartet und nur durch das Engagement eines Profirennradfahrers in unserer Nachbarschaft, kam ich in den Genuss, das Fahren eines Rennrades zu testen. Sport habe ich schon immer gerne mit Freude, allerdings mehr mäßig als regelmäßig gemacht. Es war fast egal was, Hauptsache draußen an der frischen Luft, aber – was mich jetzt erwarten sollte, damit hätte ich niemals gerechnet. Alles ging ganz schnell …
Ich bekam das Rad eines Teamkollegen und wurde mit einem Trikotsatz seiner Renngemeinschaft ausgestattet. Bis dato hatte ich keine Ahnung in Sachen Rennradfahren und schon gar nicht in Sachen Rennen fahren. Aber schwupps, mit meinen 48 Jahren fuhr ich dann mit zum Jedermannrennen auf den Hockenheimring. Es hat mich einfach interessiert, was da so passiert.
Naiv wie ich bin, habe ich auch mein Rad eingepackt und dachte, ich kann mich mit den Jungs einrollen … lach. „Du kannst Dich noch eine halbe Stunde nachmelden,“ hieß es auf einmal. Was kann ich??? Hilfe, jetzt hatte ich mir was eingebrockt!

Mein Stolz und mein Ehrgeiz haben es scheinbar nicht zugelassen, „Nein“ zu sagen – also habe ich mich angemeldet und mich ganz hinten ans Feld gestellt. Ich bin die kurze Strecke (60 Kilometer) gefahren und im Ziel angekommen – stolz wie Oskar.

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Thema Rennen fahren ein Selbstläufer, das Rennrad mein bester Freund und unser Nachbar entpuppte sich immer mehr als mein Trainer und Guide. In 2016 angekommen, blicke ich auf ein tolles Jahr 2015 zurück, in dem ich 13.000 Kilometer mit wunderschönen Landschaftsbildern genießen durfte, unglaublich viele nette Menschen kennengelernt habe, jede Menge Spaß hatte und den German Cycling Cup in meiner Altersklasse gewonnen habe. Dass ich in der Gesamtwertung die fünfte Frau hinter all den jungen Mädels war, hat mich besonders stolz gemacht. Von Null auf Hundert sozusagen. „It’s never too late”, oder „Je oller, desto doller“. Schon fast schade, dass ich erst jetzt zu diesem schönen Hobby gefunden habe. Bemerkenswert allerdings, was der Körper so leisten kann und wie klasse es sich anfühlt, an Leistungsgrenzen zu gehen – und auch in meinem Alter noch einmal auf dem Treppchen zu stehen.

Übrigens, mein Thema „Rücken“ habe ich seitdem im Griff, und der Radsport ist ein Teil meines Lebens geworden! Jetzt freue ich mich auf eine tolle Zeit mit dem Team TOUR, in der ich neben dem ein oder anderen Radmarathon, meinen Traum, die Transalp zu radeln, umsetzen darf.

Christoph Lescher


"Begeisterung ist der Schlüssel zum Erfolg"

Alter: 51
Beruf: Arzt
Wohnort: Paderborn

Keine Story mit ‘nem alten Stahl-Renner, keine Berufung übers Mountainbike zum Rennrad, nichts außer Fußball hat meine Kindheit geprägt. Relativ früh hatte ich eine große Familie und eine sehr schöne Zeit mit meiner Frau und unseren vier Kindern. Nach langer Familienphase – und insgesamt fast 30 „sportfreien“ Jahren – kam der Tag, als ein Freund mich fragte, ob ich nicht mit ihm ‘ne Runde Rennrad fahren wolle. „Okay“, dachte ich, „warum eigentlich nicht, die Kinder sind mittlerweile fast erwachsen, auf geht’s!“

Selten hatte ich so viel Spaß wie an diesem Tag. Nach zwei weiteren Ausfahrten war es bereits um mich geschehen. Ein eigenes Rennrad wurde geordert, relativ günstig, da second hand. Keine Woche später konnte ich ein Centurion Megadrive 4200 mein Eigen nennen. Ungläubige Blicke im heimatlichen Radsportverein – ein absoluter Neuling und dann gleich ein Carbon-Rennrad – konterte ich kokett mit den Worten: „Ab jetzt nutze ich die Zeit, möglichst schnell dem Anspruch dieses Rades gerecht zu werden.“ Hätte ich gewusst, wieviel Spaß ich mit diesem Rad noch bekommen werde, ich hätte gerne den vollen Preis bezahlt.

Vier Jahre und ungefähr 48.000 Kilometer später liebe ich mein Rad und meine Radsportfreunde im RMC Schloss Neuhaus (Paderborn) mehr als je zuvor. Diese vielen Kilometer sind verbunden mit regelmäßigen Vereins-Trainingsausfahrten, spannenden Rad-Events (z. B. Dreiländergiro, Ötztaler Radmarathon, Giro delle Dolomiti, Fischbrötchentour, Mecklenburger Seenrunde, Rhönmarathon, Münsterlandgiro, Tour d‘Energie), der täglichen Fahrt zur Arbeit, unglaublichen Naturerlebnissen (z. B. Zweitagesfahrt durch die Dolomiten, eine Woche Pyrenäenrundfahrt mit Freunden) und schönen Gruppenerfahrungen in den unterschiedlichsten Konstellationen. In so kurzer Zeit so viel „Radsportliches“ erlebt zu haben, empfinde ich als großes Geschenk. Das Ganze dann noch eingebettet in eine schon sehr lange bestehende Partnerschaft, was will man mehr??

Na klar, Mitglied im Team TOUR werden! Eine Saison lang mit Gleichgesinnten auf ambitioniertem Niveau Rad zu fahren und dabei so intensiv unterstützt zu werden, wie es das TOUR Magazin und die Sponsoren möglich machen, lassen wohl jedes Radlerherz höherschlagen! Nun wirklich Teil dieses Teams zu sein, ist einfach grandios!

Oliver Ohmsen


"Carpe Diem (Genieße den Tag)"

Alter: 51
Beruf: Zahnarzt
Wohnort: Delingsdorf

Nach eher mäßigen Erfolgen in Sportarten wie Badminton, Tennis, Squash und einem Einsatz als Torwart in unserer Kneipenfußballmannschaft musste ich mir irgendwann eingestehen, dass ich wohl als „Balllegastheniker“ geboren wurde. Schnell Fahrrad zu fahren, machte mir jedoch schon immer Spaß. Dies zeigte sich bereits in den mit Freunden gefahrenen Touren während meines Studiums am Wochenende, die unter dem Motto „Nie unter 30 km/h“ standen und oftmals nahezu einen Kreislaufkollaps verursachten.

Durch die aufkommenden Jedermannrennen und den Erfolg des Team Telekom animiert, fing ich 1998 auf einem Bianchi Stahlrenner an, für die Vattenfall Cyclassics zu trainieren. Voller Euphorie und Adrenalin fuhr ich im Sommer mein erstes Rennen. Im Windschatten des großen Feldes mitrollend, erreichte ich eine passable Zielzeit und – ich hatte Blut geleckt! Jetzt hieß es, sich in den kommenden Jahren aus einem der hinteren Startblöcke durch gute Ergebnisse nach vorne zu arbeiten. Sukzessive gelang dieses Vorhaben, sodass schließlich neben meinen Startnummern ein „A“ prangte und ordentliche Platzierungen herausgefahren werden konnten.

Nebenbei hatte ich mich im Triathlon und einem Radmarathon ausprobiert. Mein Hauptaugenmerk fiel jedoch auf kleine Amateurrennen, bei denen ich auch desöfteren einen Platz auf dem Treppchen erklimmen konnte. All das funktionierte bisher mit unsystematischem Training. Die Endschnelligkeit verdankte ich hauptsächlich den unzähligen Ortsschildsprints, die wir in der Trainingsgruppe der RG Uni Hamburg, der ich mittlerweile beigetreten war, bis zum Platzen der Oberschenkel ausfuhren.

Als ein Freund und ich beschlossen, 2006 die TOUR Transalp fahren zu wollen, musste sich etwas ändern: Ein Trainingslager wurde geplant und ich studierte den Trainingsplan des TOUR Magazins mit großem Interesse. Schließlich sollten die bis zum Event angestrebten 5.000 Kilometer Fahrleistung im Rennen Früchte tragen! Der im Elsass gelegene „Col de Hundsrück“, der durch Udo Bölts‘ Ausruf „Quäl Dich Du Sau“ Berühmtheit erlangte, war mein erster Pass, den ich im Rahmen meines Trainings überfuhr. Nach mehr oder weniger konsequentem Training, jedoch maximaler Motivation, starteten wir „Flachlandtiroler“ in die TOUR Transalp und hielten uns immerhin drei Tage lang unter den ersten 75 – und dann kam die Ernüchterung: Mein Partner wurde vom Rennarzt im Laufe der Königsetappe wegen Belastungsasthmas aus dem Rennen genommen! Nachdem ich (außerhalb der Wertung) den Lago di Garda erreichte und mir mit einem lachenden und einem weinenden Auge das Finishertrikot überstreifen durfte, war der Rest der Saison eher geprägt von Lustlosigkeit und anderen typischen Symptomen des Übertrainings.

Nach diesen Erfahrungen beschloss ich, das Training wissenschaftlicher anzugehen: Fachliteratur wurde studiert, ein Trainingstagebuch, damals noch „analog“, wurde zu einem wichtigen Leitfaden des von nun an kontrollierten Trainings, das bis heute zunehmend an Intensität und Umfang gewinnt. Durch gleichzeitige Anpassung der Ernährung konnte ich von Jahr zu Jahr eine Verbesserung der Leistung spüren, sodass ich nicht nur mit großer Freude im Urlaub mit Freunden die Pässe der französischen Alpen und der Dolomiten erkundete, sondern 2012 meine ersten zwei Alpenmarathons bestritt. Es ist nicht bei den Klassikern „Maratona d’les Dolomites“ und „Ötztaler“ geblieben. Die Schönheit der Berge, die unmittelbare Verbindung zur Natur, aber auch die Anstrengung, sich Kehre für Kehre die Serpentinen nach oben zu arbeiten, gefolgt vom Geschwindigkeitsrausch während der rasanten Abfahrt, all das ermuntert mich, immer neue Pässe bezwingen zu wollen.

Gleichzeitig lassen mich die Touren den Alltag vergessen und neue Kraft schöpfen. Das mittlerweile systematische Training verbessert jedoch nicht nur die Leistungen auf dem Rad, sondern vermittelt auch das Gefühl, schnell, fit und jung zu bleiben! Schließlich möchte ich den „schönsten Sport der Welt“ noch recht lange betreiben. Und in dieser Saison freue ich mich besonders darauf, mit meinen Gefährten im Team TOUR zu trainieren, zu leiden und Erfolge erzielen und feiern zu können!